Foto: A. Zelck / DRK-Service…„… ein Kind ist nach einer gemeinsamen Wanderung plötzlich spurlos verschwunden…“
„… Drei Menschen sind nach einer Gasexplosion weiterhin verschüttet…“
„… eine an Demenz erkrankte Person ist von zu Hause weggelaufen und wird seitdem vermisst…“
Obwohl es immer mehr technische Hilfsmittel gibt, ist die Nase eines Hundes weiterhin unübertroffen n der Suche vermisster Personen.
Wir sind 2026 mit einer Rettungshundestaffel im Hohenlohekreis gestartet.
Eine Rettungshundestaffel besteht aus ehrenamtlichen Rettungshundeteams. Die Rettungshundestaffel wird für verschiedene Situationen alarmiert:
Verschüttete Personen
In der Ausbildung werden unter folgenden Rettungshunden unterschieden:
Beim Mantrailing wird nach einem Individualgeruch einer Person gesucht, Dieser ist einzigartig und somit vergleichbar mit einem Fingerabdruck. Der Hund verfügt über eine sehr feine Nase und kann die individuelle Geruchsspur einer vermissten Person über unterschiedliche Bodenarten verfolgen. Mantrailer kommen zum Einsatz, wenn der letzte Aufenthaltsort der vermissten Person bekannt ist, jedoch nicht der Ort, an den sich der Vermisste begeben hat. Mit Hilfe eines Geruchsgegenstandes der Person und des zuletzt bekannten Aufenthaltsortes kann der Mantrailer die individuelle Geruchsspur, die jeder Mensch hinterlässt, verfolgen.
Bei der Flächensuche sucht ein Hund ohne Halsband und Leine, lediglich mit einer Kenndecke gekennzeichnet. Das Team bewegt sich dabei in unwegsamen Geländen wie Waldflächen oder Fabrikgeländen. Hierbei ist die Suche schneller und genauer als eine Menschenkette. Das Suchgebiet wird von den Hunden auf eine Breite von ca. 50 bis 100 Metern systematisch durchkämmt. Sie halten hierbei jederzeit Kontakt zu ihren Hundeführern, der hierbei die Übersicht über örtliche Gegebenheiten und Wetterlagen behalten muss. Der Hund sucht nicht nach einer bestimmten Person im Suchgebiet, sondern nach dem Geruch „Mensch“. Ein Fund wird entweder über das Verbellen, Bringseln und Rückverweiser angezeigt.
Bei der Trümmersuche suchen die Rettungshunde nach verschütteten Personen nach Erdbeben, Erdrutschen oder Explosionen. Der Rettungshund filtert die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche heraus, um Opfer aufzufinden, die unter meterdicken Trümmerschichten begraben sein können. Der Hund zeigt seinen Fund dann durch Verbellen an. Um beim Suchen eine Verletzung des Hundes zu vermeiden, trägt er keine Kenndecke. Da die Trümmersuche zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit zählt, wird die Suche, wenn möglich, mit einem zweiten Hund wiederholt.
In der folgenden Broschüre erhalten Sie weitere Informationen zur Rettungshundeausbildung im Hohenlohekreis:
Haben Sie weitere Fragen oder wollen Sie gerne ins Training „reinschnuppern“, dann melden Sie sich bei oben genannten Ansprechpartnern.