MeldungenMeldungen

Sie befinden sich hier:

  1. Aktuell
  2. Pressemitteilungen
  3. Meldungen

Stiftung in Hohenlohe spendet 10.000 Euro für die DRK-Demenzarbeit 

22. Februar 2022. Der DRK Kreisverband Hohenlohe hat im Dezember eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ erhalten, vertreten durch Marianne Weber, Inhaberin und Geschäftsführerin der Weber Blechtechnik Niedernhall und MWN Niedernhall. Die Spende soll im Bereich der sozialen Dienste für die vielfältige Demenzarbeit, in den Betreuungsgruppen und der DRK-Tagespflege für die motivierenden und aktivierenden Beschäftigungen, Bastelarbeiten und in der Männerwerkstatt verwendet werden. In diesem Jahr der Woche der Demenz im September ist eine Kunstaustellung geplant. Schon jetzt werden Ideen und Anregungen der Gäste aufgenommen und sie aktiv an der Entstehung der Kunstwerke beteiligt, jeder nach seinen Fähigkeiten.   

Rund 100 betroffene pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen werden seit 14 Jahren jährlich in der DRK-Demenzberatungsstelle in Hohenlohe über die Volkskrankheit Demenz und Alzheimer informiert. Bei keiner anderen Krankheit sind die Angehörigen und das gesamte Umfeld so mit betroffen wie bei den Demenzerkrankungen. Diagnose Demenz bedeutet oft, ratlos, hilflos, ausgeliefert, so oder ähnlich beschreiben Angehörige ihre ersten Gefühle. Was muss ich tun? Was kann mein erkrankter Angehöriger tun? Welche Unterstützung und Begleitung gibt es für mich, sind die Fragen, die sich nach dem Abklingen eines ersten Schocks nach Eröffnung der Diagnose, stellen. In dieser Situation den Angehörigen und Betroffenen zu Seite zu stehen, ist die Aufgabe der Beratungsstelle des DRK Hohenlohe. Die Sorgen und Ängste finden ein offenes Ohr. Eine qualifizierte und in der Demenzarbeit erfahrene Mitarbeiterin steht als Gesprächspartnerin diesen Personen kostenfrei zur Verfügung.

Neben Beratung, Ratschlägen und Begleitung erhalten Angehörige auch hilfreiche Tipps im Umgang mit dem Erkrankten. in Form von jährlichen Schulungen mit viel Wissenswerterem zu allen relevanten Themen. Auch der monatliche Gesprächskreis wird sehr gerne angenommen. Die Pflegenden tauschen sich aus und geben sich gegenseitig Halt und Stütze. Die wöchentlich stattfindende Betreuungsgruppen zur Anregung in Gemeinschaft und Entlastung der Angehörigen vor Ort in Westernhausen, Gaisbach und Öhringen stützen zusätzlich sowie der häusliche Unterstützungsdienst wenn die betroffene Person die Häuslichkeit nicht mehr verlassen kann und die Angehörigen dringende Besorgungen oder Erledigungen haben oder mal eine Auszeit benötigen. Ein weiteres entlastendes Angebot ist eine Tagespflege 5 Tage die Woche. 

Marianne Weber kennt die Situation sowohl von an Demenz erkrankten Menschen und deren pflegende Angehörige durch eigene frühere Betroffenheit nur zu gut. Sie selbst hat ihren Mann 15 Jahre gepflegt, der nach einer Borreliose-Infektion krank geworden war. Dies parallel zu Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin. Die Erkrankung verlief in der späten Phase wie eine Demenz. Bei einem Besuch in der Betreuungsgruppe und Tagespflege des DRK verschaffte sich Marianne Weber 2019 persönlich einen Eindruck von der Arbeit des Kreisverbandes. Die 2014 von Marianne Weber gegründete „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ wurde mit dem Zweck gegründet, soziale Einrichtungen und wohltätige Zwecke in der Region Hohenlohe zu unterstützen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Weiterhin unterstützt die Stiftung schulische Projekte, den Tafelladen, krebskranke Kinder, den Tierschutzverein und Menschen in sozialer Not.

Marianne Weber besuchte 2019 die Tagespflege und verschaffte sich einen Eindruck von der Arbeit - 2.v.re. im Bild neben Bernd Thierer, Kreisgeschäftsführer

Gemeinsame Mitteilung der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg

 

Pressemitteilung

DRK nach Hochwassereinsatz: Baden-Württemberg braucht Stärkung des Katastrophenschutzes

Januar 2022. Ein halbes Jahr waren Einsatzkräfte der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Dabei kamen rund 1.300 Helferinnen und Helfer zum Einsatz. Aufgrund der im Ahrtal gesammelten Erfahrungen hält das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg eine weitere Stärkung des Katastrophenschutzes für zwingend erforderlich.

Beim „DRK-Hochwasserforum“ mit Einsatzkräften aus beiden Landesverbänden machten Präsidentin Barbara Bosch, DRK-Landesverband Baden-Württemberg, und Präsident Jochen Gläser, DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz, die wichtige Rolle des DRK bei der Soforthilfe für die Hochwasseropfer deutlich. Das Forum diente den Einsatzkräften zum Erfahrungsaustausch, zur Analyse des Einsatzes und um Lehren aus den Erfahrungen im Hochwassereinsatz zu ziehen. 

Der Einsatz im Ahrtal hat gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierender, modern ausgestatteter Katastrophenschutz in Deutschland ist. „Für die Zukunft ist eine deutliche Stärkung des Katastrophenschutzes erforderlich“, so Barbara Bosch, die betonte, dass auch in der Bevölkerung das Bewusstsein für Bedrohungslagen und das Wissen um richtiges Verhalten im Katastrophenfall zunehmen müsse. „Der Katastrophenschutz muss an die Schulen“, erklärte Bosch. Es gehe darum, dass die Menschen auf Notfallsituationen vorbereitet seien und ihren Angehörigen und Nachbarn helfen könnten, bis organisierte Hilfe eintreffe. Das Deutsche Rote Kreuz bietet, gefördert vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereits heute entsprechende Kurse für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Mitarbeitende im Jugendbereich sowie einer Vielzahl von Multiplikatoren an. „Wir brauchen ein Bewusstsein dafür, was jeder Einzelne bei einer Katastrophe tun kann“, unterstrich Jochen Glaeser. „Notwendig sind aber auch gute und einheitliche Einsatzstrukturen und gutes Material.“ Gerade die teilweise sehr unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern hätten sich im Einsatz als problematisch erwiesen. Grundsätzlich, und das wurde im Rahmen des DRK-Hochwasserforums auch deutlich, besteht mit der Landesregierung eine große Einigkeit, den Katastrophenschutz gemeinsam zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die Landesregierung beabsichtigt, das Thema zukünftig zum Gegenstand der Wissensvermittlung an Schulen zu machen, was das DRK sehr begrüßt.

Das Rote Kreuz aus Baden-Württemberg war vom 15. Juli 2021 bis zum 9. Januar 2022 im Einsatz. Dabei absolvierten rund 1.260 in der überwiegenden Mehrzahl ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nahezu 130.000 Einsatzstunden. Vom ersten Tag an waren die Einsatzkräfte nach der Unwetterkatastrophe in der Erstversorgung mit Fahrzeugen des baden-württembergischen Bevölkerungsschutzes im Einsatz. In den folgenden Wochen kümmerte sich das Rote Kreuz um die Versorgung mit Lebensmitteln, warmen Mahlzeiten und Sachspenden, mit Strom und sogar Internet. Auch stand es der Bevölkerung im Ahrtal mit Kräften der psychosozialen Notfallversorgung zur Seite, um bei der Verarbeitung der Geschehnisse zu helfen. Schließlich kümmerte sich das DRK auch um die Wasserversorgung und den Aufbau von Kläranlagen.

 

 

 

Moderner Dienstleister, der zuverlässig für die Menschen im Hohenlohekreis da ist – in der Pandemie und auch sonst - der DRK Kreisverband Hohenlohe

Der Präsident des DRK Kreisverbandes Hohenlohe, Landrat Dr. Matthias Neth, dankte in Kupferzell allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern bei der Kreisversammlung am 28. September 2021 in der Carl-Julius-Weber-Halle für ihren großen Einsatz und das herausragende Engagement in den zwei Jahren der Corona-Pandemie.

Für Dr. Neth steht fest: Das DRK Hohenlohe ist ein moderner Dienstleister, der in normalen Zeiten wie auch in Krisenzeiten für die Menschen sicher und zuverlässig da ist. Auch und gerade die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind in Ortsvereinen, Bereitschaften, im Bereich der sozialen Dienste und beim Jugendrotkreuz immer für Menschen in Not zur Stelle. Das DRK und der Kreisverband, so Dr. Neth, sei eine tragende Säule der Gesellschaft. Die Bedeutung werde oft erst im Notfall bewusst. Genau dieser trat in der Corona-Krise geballt ein. 2019 und 2020 waren für den Kreisverband eine echte Belastungsprobe.

Die Corona-Pandemie, die sofortige Anpassung an alle Umstände und Herausforderungen liefen parallel zum normalen Geschäftsbetrieb, und laufend zu allen Corona-Herausforderungen hinsichtlich Bestimmungen, Hygieneregeln und Materialbeschaffung. Parallel wurden weitreichende interne Umstrukturierungen, Veränderungen und Gebäudesanierungen vorgenommen.

Hinzu kam der Renteneintritt von Mitarbeitern, die bereits schwierige Personalsuche verschärfte sich. Es wurden massive Ausweitungen im Rettungsdienst und Erneuerungen in der Leitstelle durchgeführt, Leistungen erfolgreich zertifiziert, Angebote in den sozialen Diensten wie in der Tagespflege weiter durchgeführt und ein neues digitales Schulungsangebot, der DRK Elterncampus, im Rahmen eines Pilotprojekts eingeführt.

 2019 und 2020 werden im Kreisverband als sehr bewegte Jahre nachdrücklich in Erinnerung bleiben, sie waren geprägt von der Corona-Pandemie und einem umfangreichen Umbau. Qualität und Leistung wurden klar fokussiert, der Kreisverband ist zukunftsfähig. Sicher und nachdrücklich wurden alle Stress-Situationen souverän durchschifft.

 „Ihr Engagement“, so Dr. Neth bei der Kreisversammlung vor den anwesenden Haupt- und Ehrenamtlern, „ist tragend für die Gesellschaft.“ Er betonte, dass gerade in der vorherrschend ichbetonten Zeit, das DRK und seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Dienst in den des Nächsten stellen.

Das Highlight des Abends war ein Vortrag von Jürgen Wiesbeck, Landesbereitschaftsleitung des DRK Baden Württemberg. Er gab einen Überblick darüber, wie die Arbeit im Krisenstab des Landesverband BW in der Pandemie erfolgt und die Kreisverbände, die Ministerien und Regierung BW beraten und durch das DRK unterstützt werden. 24 Stunden, 7 Tage die Woche, dies über nahezu zwei Jahre, stellen eine erhebliche Belastung dar. Das DRK hätte die außergewöhnliche Situation frühzeitig erkannt, vorausschauend agiert und hätte beherzt, mutig und mit Weitsicht gehandelt.

Einen gelungenen Abschluss bildete die Ehrung langjähriger Ehrenamtlicher, die für 25, 40, 50, 55 und 65 Dienstjahre geehrt wurden. Zum Ende wurde Hildegard Böhm geehrt, für ihr jahrzehntelang bis zum diesjährigen Eintritt in den Ruhestand, herausragendes Engagement als hauptamtliche Mitarbeiterin im Erste-Hilfe-Bereich für das Rote Kreuz. Ihr wurde die Henry-Dunant-Medaille in Silber verliehen.

DRK Kreisverband Hohenlohe freut sich aufgrund niedriger Inzidenz-Werte über Wiedereröffnung der Kleiderläden in Öhringen und Künzelsau 

Die Neu-Eröffnung des DRK Kleiderladens in Künzelsau nach dem Umzug in den Oberen Bach 15 war eigentlich für den Januar geplant. Aufgrund der Corona-Verordnungen und damit verbundenen zu hohen Inzidenz-Zahlen musste die Eröffnung verschoben werden. Mittlerweile eröffnete dank niedriger Inzidenz-Zahlen der Kleidershop wieder. Freunde von Second-Hand-Kleidung und Personen mit niedrigem Budget, die sich über den Kleiderladen einkleiden, können ab sofort shoppen. 

 

Der neue DRK Shop ist in Laufnähe zur Innenstadt in bester Lage in der Nähe des Ärzte- und Gesundheitszentrum mediKÜN und zum Friedhof im Oberen Bach. Lange hatte man nach neuen geeigneten Räumen in der Künzelsauer Innenstadt gesucht. Das ehemalige Sanitätsgeschäft Hütter räumte seine Verkaufs- und Ausstellungsräume, das Team beim DRK Kreisverband war bei der Besichtigung auf Anhieb überzeugt. Zwei Wochen wurde umgebaut. Regale und Hänge-Auslagen wurden angebracht, die Ware umgezogen, das Lager befüllt. Die Räume sind nicht mehr wieder zu erkennen.  Auf rund 100 Quadratmeter finden Kunden wieder das gesamte Sortiment vor, Damen-, Herren-, Kinderkleidung, Wäsche, Bettwäsche, Schuhe und Accessoires. Der längliche Verkaufsraum bietet ruhige Privatsphäre beim Stöbern.

Das ganze Team, die zehn ehren- und drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sind glücklich in ihren neuen Räumen. Mit großem Engagement haben die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Verena Maurer,  Elfriede Fleske und Brigitte Lassak in den vergangenen Wochen den Laden eingeräumt, die neue Ware für die Wiedereröffnung vorbereitet und sortiert. Es steckt viel unsichtbare Arbeit in einem DRK Secondhand-Shop. Die gespendete Ware wird gesichtet, sortiert und geordnet gelagert. Unbrauchbares kommt zurück in den Recycling-Kreislauf, die gute Ware saisonal in den Shop.

 

Das Team hofft jetzt, dass im Zuge sinkender Inzidenzzahlen, fortschreitenden Impfungen bald der DRK Kleiderladen in Künzelsau wieder wie früher als Kommunikationsstätte dienen darf und durch die Lage auch mehr zentrale Laufkundschaft anzieht. Auch der Öhringer DRK Kleiderladen in der DRK-Rettungswache, Sudetenstr. 5 beim Krankenhaus hat wieder geöffnet, für Öhringen gelten dieselben Regeln für den Einkauf und die Mitarbeiterinnen freuen sich auch dort über zahlreiche Kundschaft.

Wie funktioniert der Einkauf derzeit?

Da die Öffnungsschritte von den jeweiligen Inzidenz-Zahlen abhängig sind wird empfohlen sich über die regionale Presse zu informieren bzw. sich unter der Rufnmummer 07940 9225-22 vor dem Einkauf zu erkundigen.

 

DRK-Kleiderladen Künzelsau

Oberer Bach 15

Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag

09-12 Uhr

Dienstag und Donnerstag

15-18 Uhr

DRK-Kleiderladen Öhringen

Sudetenstraße 5

74613 Öhringen

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag und Donnerstag

09-12 Uhr

Dienstag und Donnerstag

15-18 Uhr

Wir freuen uns über aufgeschlossene und fleißige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen sowie über Kleiderspenden von sehr gut erhaltener Kleidung, Schuhe und Wäsche freuen.

 

Fotos: DRK Kreisverband Hohenlohe e.V. 

 

 

 

 

Biografiearbeit in der DRK Tagespflege würdigt Lebensverläufe

Der Blick in die Vergangenheit setzt Schlüsselreize, würdigt Menschen bei Demenz-Erkrankung, stärkt und verbessert Beziehungen.

Biografiegeleitete Altenpflege gehört zum pflegerischen Konzept der Tagespflege des DRK Kreisverbandes Hohenlohe e.V.. Das Team hat einen eigenen Biografiebogen entwickelt, da die in der Altenpflege gängigen Biografie-Vorlagen dem Team nicht ausführlich genug waren. „In einem Projekt werden wir jedem Tagesgast ein Buch über seine Lebensgeschichte anlegen“, erzählt Christa Kokoska, Pflegedienstleiterin beim DRK Kreisverband Hohenlohe e.V.. Dem engagierten und kreativen Team der Tagespflege ist es wichtig, den Menschen mit seiner persönlichen Lebensgeschichte zu kennen.


Das Gespräch mit den älteren Menschen, die daraus erfolgende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und mit der eigenen Biografie, all das setzt Schlüsselreize, weckt Erinnerungen, setzt innere Prozesse bei den Menschen in Gang. Es entstehen heilende Gespräche. Umgekehrt kann der Mensch besser verstanden werden in seiner Eigenart. „Wir haben natürlich bei der Aufnahme schon Fragen gestellt, erhalten Rahmeninfos von den Verwandten, die wir berücksichtigen, dennoch ist zusätzliches Wissen aus der Sicht des alten Menschen wichtig“, erzählt Kokoska. Sie schildert, wie die Menschen durch das Erzählen der eigenen Lebensgeschichte aufwachen, sich als interessant erleben und es genießen, wenn sich jemand für sie interessiert. „Jeder möchte von sich erzählen“, sagt Kokoska, „es ist ein Grundbedürfnis.“


Die Menschen fühlen sich anerkannt, das gibt ihnen Sicherheit und auch Geborgenheit. Das Team in der Tagespflege achtet darauf, dass man Interesse zeigt an den Tagesgästen. So wird das Grundbedürfnis über die eigene Lebensgeschichte zu sprechen, sich als wertvoll zu sehen, gewürdigt. Das zeigt natürlich Wirkung: Viele Tagesgäste leben nach ihrer Aufnahme in die Tagespflege regelrecht auf. „Das Heilsame dabei ist auch, sich auch in der Erkrankung als wertvoll und beachtenswert zu erleben“, erzählt Kokoska. Dabei tauchen auch zum Teil traumatische Erinnerungen auf, diese werden behutsam angesprochen.
Menschen mit Demenz gelten oft als verwirrt und haben Schwierigkeiten, sich in der Gegenwart zu orientieren. Was viele nicht wissen: Das liegt auch daran, dass das Kurzzeitgedächtnis bei dieser Erkrankung eingeschränkt funktioniert. Das Langzeitgedächtnis aber ist noch sehr intakt mit vielen Erinnerungen. Deshalb ist das pflegerische Konzept der Biografiearbeit gerade bei der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen sehr erfolgreich.


Biografiearbeit ist ein Prozess, durch ihn entsteht Beziehung und Vertrauen. Der Mensch fasst Vertrauen und öffnet sich gegenüber dem Pflegepersonal. Ressourcen werden geweckt und gestärkt. Gleichzeitig können eventuell absonderliche Eigenarten oder herausfordernde Verhaltensweisen besser verstanden werden, die gegenseitige Achtung wächst. Je nach Mitteilungsbedürfnis und individueller Offenheit erzählen manche Tagesgäste viel, andere weniger. „In den Wurzeln der Lebensgeschichte liegt ja die Identität.“ Ergänzt werden die Lebensbücher durch Fotos, die die Angehörigen dazugeben, dabei wird natürlich auch auf Datenschutz geachtet. Neben dem Buch wird ein Lebensbaum erstellt. Dabei wird mit allen Sinnen gearbeitet, Ansichtskarten aus alten Zeiten, Düfte oder Porzellan wie Kaffeetassen erinnern an längst vergangene Erlebnisse. Außerdem werden interessante Hohenloher Geschichten geborgen, diese bleiben auch kollektiv so in Erinnerung. Dieser Prozess wird auch in den schwierigen Zeiten der Corona Pandemie liebevoll durch das Pflegeteam begleitet.


Durch die Pandemie und das hierfür nötige Hygienekonzept musste die Anzahl der Tagesgäste reduziert werden. Aus 12 Gästen wurden acht Personen, die in der Tagespflege des DRK Hohenlohe täglich Betreuung, Pflege und Anregung erhalten. Dadurch werden pflegende Angehörige entlastet, diese wissen ihre älteren Angehörigen gut betreut.


Die Tagespflege ist seit fünf Jahren ein täglicher Anlaufpunkt für ältere, pflegebedürftige Menschen, die häufig an Demenz erkrankt sind. Das DRK Hohenlohe war einer der Vorreiter in Sachen Demenz in der Region, bietet in der Demenz-Beratungsstelle Rat und Hilfe für pflegende Angehörige an und hat langjährige Erfahrung darin.


Kontakt: DRK Hohenlohe Tagespflege, Christa Kokoska, Demenzbetreuung, Tagespflege, betreutes Wohnen, Telefon 07940 9225 16, Email christa.kokoska(at)drk-hohenlohe.de


Foto: Auch letzten Sommer wurden in der Tagespflege strenge Hygieneregeln eingehalten und natürlich Masken getragen. Es wurde viel Zeit an der frischen Luft verbracht. 

 

 

Welt-Erste-Hilfe-Tag am 12. September 2020

DRK rät zu Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre

                                                                                                          

Im Notfall Erste Hilfe zu leisten, kann Leben retten. Doch der letzte Erste-Hilfe-Kurs ist oft lange her - eventuell bis zur Führerscheinprüfung. Die Kenntnisse vieler Menschen über mögliche Hilfsmaßnahmen im Notfall sind lange nicht mehr geübt worden. Daher ruft der DRK Kreisverband Hohenlohe zum Auffrischen auf.

Erste Hilfe rettet Leben.  Im Straßenverkehr aber sollte man auf Notsituationen vorbereitet sein und wissen, wie man schnell helfen kann über das Absetzen des Notrufs 112 hinaus. Am heutigen Welt-Erste-Hilfe-Tag 2020 rät der DRK Kreisverband Hohenlohe dazu, den Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen.

 

Jeder und jede kann in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen – ob im Straßenverkehr, beim Sport oder im Privathaushalt. Bis der Rettungswagen eintrifft, vergehen meist mehrere Minuten. Vor allem in lebensbedrohlichen Situationen kommt es gerade in diesen ersten Minuten nach einem Unfall auf die Ersthelfenden vor Ort an, zum Beispiel, um Blutungen zu stoppen, Bewusstlose in die stabile Seitenlage zu legen, um sie vor dem Ersticken zu bewahren oder bei Herzstillstand eine Wiederbelebung durchzuführen.

Viele Menschen haben Angst davor, Wiederbelebungsmaßnahmen an einer betroffenen Person durchzuführen. Praktische Wiederholungen der Kompetenzen in einem Erste-Hilfe-Kurs sind daher wichtig, in einer Schulung können Personen sich auf eine etwaige eintretende Notsituation vorbereiten, überwinden Ihre Scheu vor Erste-Hilfe-Maßnahmen und können üben, wie man eine betroffene Person bestmöglichst versorgt und dadurch bleibende Schäden nach einem Notfall vermieden oder verringert werden. 

 

Sehr wichtig:

In Zeiten der Corona-Pandemie ist Erste Hilfe weiterhin möglich. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Mund und Nase der hilfebedürftigen Person mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden. Den Notruf 112 rufen und die betroffene Person beruhigen, ist eine wichtige Hilfeleistung und auch auf Distanz möglich.

 

Informationen zur Erste-Hilfe-Ausbildung und eine Übersicht über die Kurse des DRK Hohenlohe finden Sie: www.drk-hohenlohe.de/nc/kurse/erste-hilfe/rotkreuzkurse.html

DRK_Hohenlohe_Newsletter_2020_Frühjahr_Seite_1.jpg
DRK_Hohenlohe_Newsletter_2020_Frühjahr_Seite_2.jpg
DRK_Hohenlohe_Newsletter_2020_Frühjahr_Seite_3.jpg
DRK_Hohenlohe_Newsletter_2020_Frühjahr_Seite_4.jpg
DRK_Hohenlohe_März_2019.pdf